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„Ist ein Elektro-Beruf der richtige für mich?“...

...., mag sich so mancher Jugendlicher fragen. Ein „Elektrotest“ an der Werner-von-Siemens-Schule (WvSS) gab am 21. Januar die Möglichkeit, mit der Berufswelt auf Tuchfühlung zu gehen. Gemeinsam mit der Elektroinnung bot die WvSS 20 Schülern von Werkreal- Gemeinschafts- und Realschulen die Gelegenheit, Ihre Eignung selbst zu testen. Ziel seitens der WvSS war auch, für den Ausbildungsberuf Elektroniker im E-Handwerk“ Interesse zu wecken. Außerdem will die WvSS passende Bewerber für die einjährige Berufsfachschule gewinnen.

„Ich bin fertig“, zeigt Zorana schon nach neun Minuten in der WvSS-Werkstatt das erste Teilergebnis des praktischen Teils im Eignungstest: Einer Vorlage nach sollte die 14-jährige Mannheimerin einen 42,5 Zentimeter langen Kupferdraht in die Form eines Kleiderbügels biegen und mit Klebeband auf dem Vorlagenblatt fixieren. Ganz deckungsgleich sind Vorlage und Biege-Ergebnis zwar nicht, aber irgendwie wirkt Zoranas Kreativ-Gestaltung einfach hübscher als das eigentlich geforderte Design.

„Eigentlich geht´s“, reflektiert Dustin seine Erfahrung beim Drahtbiegen. „Das Blöde ist nur, dass man den Draht nicht mehr gerade bekommt, wenn er einmal verbogen ist“, stellt der 15-Jährige aus Ladenburg fest.

Die zweite Form zum Nachbiegen ist ein T-Shirt; der Aufgabenstellung nach soll dazu ein 37,5 langer Draht verwendet werden. „Eine Schwierigkeit ist schon, ohne Messinstrument selbst zu entscheiden, welcher der beiden Drähte für welche Übung lang genug ist“, verrät WvSS-Lehrer Udo Thome die erste Raffinesse. Vorrangig gibt der Test vor allem einen Eindruck, wie es um die feinmotorischen Fähigkeiten und die Genauigkeit der Jugendlichen bestellt ist. „Manche haben´s nicht so mit der Vorlage und biegen einfach frei Schnauze“, beobachtet Thome schmunzelnd.

Dem praktischen Teil des Eignungstests ging ein theoretischer voraus: „Wie heißt die Bundeskanzlerin?“ lautete etwa eine der Fragen, mit denen in 60 Minuten zunächst das Allgemeinwissen der Bewerber abgeklopft wurde. Es folgten mathematische wie auch Fragen, die immer weiter in den elektro- und informationstechnischen Bereich gingen und zumeist zwischen Multiple-Choice-Antworten die Wahl ließen.

„Insgesamt hatten sich 27 Jugendliche angemeldet, es sind aber nicht alle da“, sagt Ausbildungslotsin Sonja Fey vom Interkulturellen Bildungszentrum (Ikubiz), das auch Unterstützung im Übergang von Schule zu Beruf leistet. Neun Schüler und zwei Schülerinnen aus neunten und zehnten Klassen von Real- und Werkrealschulen seien ebenso wie elf Schüler der Integrierten Gesamtschule Mannheim Herzogenried (IGMH) zum „Elektrotest“ angetreten. Das gesamte Einzugsgebiet der Teilnehmer reiche in Mannheim „von der Schönau bis zur Innenstadt“. Einige Schüler seien laut Fey aber auch aus Ludwigshafen, Ladenburg, Hockenheim und Biblis. (kun)

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erstellt von kun am 29.01.2019